Sep, 2016

Sockeldämmung oder „Schlimmer kann es nicht werden!“

Wir hatten es geahnt. Aber man hofft ja irgendwie doch immer das Beste. Leider war es dann doch so, wie wir so ziemlich überall gelesen hatten – oder eigentlich (zumindest gefühlt) noch schlimmer. Wovon ich rede? Ich rede von meinem persönlichen „Erzfeind“, der Sockeldämmung 😉 Aber fangen wir mal von vorne an 🙂

Bereits zwei Wochen nach der Hausstellung hatten wir samstags Unterstützung von einem von Herrn Ps Brüdern. Bewaffnet mit einem Bohrhammer, einer Schaufel und nem Handfeger hatten wir zu dritt den Bereich um unseren Sockel etwas verbreitert. Teilweise lugte die Frostschürze der Bodenplatte noch sehr weit hervor, teilweise war dort noch stark verdichteter Schotter, den man unmöglich einfach wegschüppen konnte, ohne ihn vorher zu lockern. Ein ganzer Nachmittag und viel Schweiß später waren wir mit dem Ergebnis ganz zufrieden – es sollte eigentlich genug Platz vorhanden sein, damit man recht „bequem“ die Sockeldämmung vornehmen kann.

Isover auf dem Spitzboden

verbreiterter Bereich um den Sockel

verbreiterter Bereich um den Sockel

verbreiterter Bereich um den Sockel

 

 

 

 

 

 

 

Der nächste Schritt war dann die Bitumendickbeschichtung auf den Sockel aufzutragen. Zudem wollten wir auf jeden Fall gerne noch ein Armierungsgewebe einarbeiten. Es folgte also unser Erstkontakt mit der Dickbeschichtung. Aus Erzählungen wussten wir so in etwa, was auf uns zukommen würde – eine schwarze, extrem klebrige Masse. Und so war es dann auch. Trotzdem ging dieser Arbeitsschritt noch verhältnismäßig schnell und so hatte unser Sockel nach einem Tag Arbeit, auf dem Rücken bzw. der Seite im Schotter liegend;-), eine Schicht Bitumendickbeschichtung und ein eingearbeitetes Armierungsgewebe. Dies musste nun erstmal trocknen – und wir mussten uns die Bitumenreste von der Haut schrubben. War aber gar nicht so viel, ging dementsprechend auch mit so einer Waschpaste für solche Gelegenheiten gut weg.

Noch am Tag der Lieferung des Heizungsmaterials hatten wir uns einen „heißen Draht“ oder auch Styroporschneider  für das darauffolgende Wochenende geliehen. So gingen wir also freitags frisch ans Werk, die von uns gekauften XPS-Platten zuzuschneiden. So ein heißer Draht ist schon ein feines Werkzeug. Auch wenn der, den wir hatten, zu klein für unsere XPS-Platten war und wir somit immer noch einen zusätzlichen Schneidevorgang hatten. Aber ohne dieses Teil wäre es wirklich ein riesiger Kraftakt geworden, da die XPS-Platten ja (so soll es ja auch sein) viel dichter und fester sind als normaler Styropor. Nach einigen anfänglichen Schwierigkeiten (man muss sich in sowas ja auch erst einmal hinein denken), ging es aber recht zügig vorwärts. Außerdem war das Wetter schön – wir hatten den heißen Draht draußen am Gerüst montiert, sodass wir sogar noch einen schönen Sonnenuntergang erleben konnten.

Heißer Draht im Sonnenuntergang

Heißer Draht im Sonnenuntergang

Für den Samstag war dann geplant nochmals mit dem Bohrhammer an die Stellen zu gehen, bei denen wir schon beim „Anprobieren“ der XPS-Platten (in Vorbereitung auf das Zuschneiden) gemerkt hatten, dass es noch Platzprobleme gibt und wir mit der Platte nicht gut unter das Haus kommen. Dafür hatten wir Andreas kleinen Bruder engagiert 😉 Wir wollten dann die erneute Schicht Bitumen auftragen und die XPS-Platte ansetzen und festkleben.
Leute, ich sag es Euch, war das eine Sch…arbeit!!! Zu wenig Platz, alles sehr beengt, man sieht nicht wirklich viel, weil sich ja alles eigentlich irgendwie unter dem Haus abspielt, das matschige/klebrige Bitumen, zudem war es warm…. Ich könnte jetzt noch so weiter machen, aber kurzum: Wir waren uns sehr schnell einig, dass wir uns nicht vorstellen können, dass es noch schlimmere Arbeiten geben kann. Es ging extrem schleppend vorwärts, da im Grunde nochmal jede Platte explizit auf die Verhältnisse am Sockel angepasst werden musste, damit sie wirklich perfekt saß und auch ihren Zweck erfüllte. 42 Meter zogen sich somit ewig hin… Es wurde Samstag Abend und wir stellten fest, dass wir noch nicht einmal ganz die Hälfte der Strecke geschafft hatten und dass unser Bitumeneimer sich immer mehr dem Ende näherte. Furchtbar gefrustet und furchtbar dreckig 😉 machten wir Schluss und fuhren noch kurz in einen Baumarkt, um einen neuen Eimer dieses Teufelszeugs zu kaufen. Dort wurde ich von einem Mitarbeiter direkt auf meine schwarzen Arme angesprochen, die er zunächst für Tattoos hielt 😉 erst als ich ihm sagte, dass ich Nachschub von genau diesem Zeug bräuchte, verstand er, dass es sich nur um Bitumen handelte. Leider hatten sie keine Eimer mehr und so verabschiedeten wir uns, nachdem er noch drei Mal viel Spaß beim Schrubben wünschte 🙂 Klar war jedenfalls, dass wir nun am Sonntag in „Trockenübungen“ weiter machen mussten, weil wir die Platten auf jeden Fall schon exakt zuschneiden mussten, da wir den heißen Draht am Sonntag Abend noch wieder abgeben mussten. Dann also einpassen, ohne anschließend mit Bitumen zu schmieren….

Bitumen-Tattoo

Bitumen-Tattoo

Hier sieht man übrigens noch die „harmloseren“ Stellen. Fragt mich nicht, warum ich nichts Langärmeliges an hatte – so wirklich kann ich das rückblickend auch nicht sagen… Es war warm und ich war genervt – vielleicht lag es daran 😉

Den Sonntag verbrachten wir dann noch fluchend beim Zuschnitt – oder sagen wir besser: ICH habe geflucht wie nix – der Mann war (Gott sei Dank) die Ruhe selbst und hat getreu seinem Motto „Einfach machen“ einfach gemacht 😉

Gestern und heute konnten wir die Sockeldämmung dann komplett fertig stellen (die letzten Tage standen einfach zu viele andere Sachen an und vermutlich brauchten wir auch einfach mal eine Pause ;-)). Nun sind wir froh und glücklich, dass wir es geschafft haben. Aber ich ziehe ja ganz gerne ein Fazit – das möchte ich hier auch tun:
1) Wir haben im Internet so viele Berichte über die Sockeldämmung gelesen, bei den meisten hieß es, dass das in einem, maximal zwei Tagen gegessen gewesen sei. Ich möchte niemanden angreifen (und wenn man viele Helfer hat, funktioniert das vielleicht auch), aber zu zweit, wenn man es wirklich ordentlich auf das Haus anpassen möchte – never ever! Das kann ich mir nicht vorstellen! Also vielleicht lieber mehrere Tage oder viele Helfer einplanen, dann ist man möglicherweise nicht so schnell gefrustet.
2) Auf jeden Fall langärmelige Arbeitskleidung tragen!!! Und auch solche Kleidung, die man ggf. später einfach wegwerfen kann. Denn selbst nach mehrmaligem Waschen befinden sich auf einem Oberteil von mir noch immer so kleine Bitumenkügelchen, die man jetzt Stück für Stück abpiddeln müsste. Und auf keinen Fall mit „normalen“ Klamotten waschen – die Kügelchen übertragen sich auch 😉
3) Auf jeden Fall einen heißen Draht besorgen/leihen – totale Arbeitserleichterung!!!
4) Ruhe bewahren 😉

Ich mache demnächst auch nochmal Fotos von der Sockeldämmung und ergänze die hier einfach… Ihr wisst schon: Frust und Überforderung = keine Fotos 😉

 

 

 

Lieferung Heizung/Sanitär

Bereits kurz nach Hausstellung sollten wir uns mit dem Unternehmen in Verbindung setzen, welches uns die Materialien für den Ausbau von Heizung und Sanitär liefert. Gesagt, getan. Erhalten hatten wir den heutigen Tag zur Anlieferung des Materials. Was uns so ganz genau erwarten würde, war uns, ehrlich gesagt, nicht ganz klar. In einem Telefonat hatte ich vorher noch versucht zu erfahren, was genau geliefert werden würde bzw. ob wirklich alles in einer Lieferung kommt oder ob uns das Material eher peu a peu erreichen würde. Klar war danach, dass auf jeden Fall die Heizung inkl. des großen Pufferspeichers (den wir übrigens mit fünf Mann ins Haus getragen haben, da dieser mal eben über 200kg wiegt!) und wirklich alles, was wir sonst noch benötigen werden, geliefert werden wird. Keine zweite Lieferung. Okay, wir stellten uns schon eine Menge darunter vor, aber welche Massen dann kommen würden, hatte uns schon sehr überrascht. Angefangen, wie gesagt, bei Fußbodenheizung und Pufferspeicher über die Solarkollektoren plus sämtliches Zubehör bis hin zu den kleinsten Teilen für die Sanitärinstallation – das Haus war wieder voll bzw. um ein Vielfaches voller als zuvor. Da wird einem schon erstmal anders… 😉 Unglaublich platzraubend sind vor allem auch die Isover zur Estrichdämmung. Aber mit einigen Überlegungen konnten wir die Sachen einigermaßen sinnvoll verstauen. Zum Beispiel lagert nun die Estrichdämmung inkl. der Matten für die Fußbodenheizung (die auch nicht gerade klein sind) auf unserem Spitzboden. Denn bis wir soweit sind, vergeht auf jeden Fall einiges an Zeit und so lange haben wir die Sachen nun aus den Füßen. Viele Fotos habe ich leider nicht gemacht – ich war wahrscheinlich zu perplex ob der Mengen an Material 😉

Matten für die Fußbodenheizung

Matten für die Fußbodenheizung

Isover auf dem Spitzboden

Isover auf dem Spitzboden

Dämmung der Außenwände

Als erste „richtige“ Arbeit am Haus stürzten wir uns auf die Dämmung der Außenwände mit der 160er-Dämmwolle. Begonnen haben wir damit einfach mal im Bereich Küche/Esszimmer/Wohnzimmer. Dick eingepackt in Schutzanzug, Handschuhe, Atemmaske und Schutzbrille (Herr Prumenbül beschränkte sich auf Atemmaske, Handschuhe und Schutzanzug) machten wir uns ans Werk. Schön beim Dämmen ist, wie wir finden, dass man relativ schnell Erfolge sieht und ganz gut vorwärts kommt. Und so hatten wir nach einem Nachmittag Arbeit schon den gesamten besagten Bereich gedämmt. Das ging flotter als erwartet 🙂 Und so ging es dann auch in den letzten Tagen/Wochen ganz gut mit der Außendämmung voran, sodass wir bis heute (bis auf die Giebel im OG) schon alle Außenwände fertig gedämmt haben.

Arbeitsplatz zum Dämmen

Arbeitsplatz zum Dämmen

Außenwanddämmung im Ankleidezimmer (OG)

Außenwanddämmung im Ankleidezimmer (OG)

Dämmwollreste

Dämmwollreste

 

 

 

 

 

 

 

Tatsächlich waren wir sehr erstaunt darüber, doch „so wenig“ Dämmwollreste übrig zu haben. Geplant ist, dass wir diese dann auch noch in einigen Innenwänden bzw. in der Decke nutzen, um einfach noch ein bisschen mehr Schallschutz zu haben.

Am Mittwoch kam dann auch noch eine Lieferung mit riesigen Kabeltrommeln. Pro Trommel 400m Mantelleitung. Wir bereiten uns also schon mal so langsam auf die Elektroinstallation vor – also das, was dem Mann vermutlich am meisten Spaß machen wird 🙂

Lieferung Ausbaumaterial

Direkt am Freitag nach der Hausstellung, also zwei Tage später, wurde das Ausbaumaterial geliefert. Sportlich irgendwie 😉 Wir hatten auf jeden Fall eine irre Woche – angefangen bei der Hausstellung von Montag bis Mittwoch, dann am Freitag das Ausbaumaterial und Samstag haben wir noch eine Art Richtfest gemacht (oder vielleicht passender als Richtfest: Eine Party zur Hausstellung). Uff! 🙂

Noch am Mittwoch nach der Hausabnahme haben Herr Prumenbül und sein Vater angefangen uns eine Bautreppe zu bauen. Für uns war von Anfang an klar, dass wir eine Bautreppe bauen wollen. Zum einen, weil wir das Ausbaumaterial nicht über eine Leiter oder ein Gerüst ins Dachgeschoss schaffen wollten und zum anderen, weil wir die richtige Treppe schonen wollen. Diese haben wir kurz nach Hausstellung auch erstmal „auf Abruf“ gesetzt. Normalerweise wird die Treppe etwa einen Monat nach der Hausstellung geliefert. Man bekommt dann die normale Treppe, die in Folie verpackt und damit vor Stößen geschützt ist. Dennoch trauen wir dem Braten nicht so ganz und hatten etwas Sorge, dass die schöne Treppe während der Ausbauzeit leidet. Deswegen haben wir die Firma gebeten, die Treppe erst auf Abruf zu liefern. Solange werden wir also unsere Bautreppe benutzen. Diese haben wir übrigens grob nach der Anleitung von Matthias von http://www.stressfrei-ins-traumhaus.de/ gebaut – eine absolute Empfehlung!!! Die Holzdielen konnten wir im Nachbarort beim Sägewerk günstig erwerben und uns auch liefern lassen.

Unsere Bautreppe

Unsere Bautreppe

Freitags kam dann unser Ausbaumaterial. Über den Vormittag verteilt erreichten uns 10 Tonnen Material: Kleinzeug, wie Klebeband, Kleber usw., 3 Tonnen Rockwool und 7 Tonnen Rigipsplatten. Alter Schwede – war das eine Schlepperei!! Sollte dies bei Euch demnächst anstehen: Sorgt wirklich dafür, dass Ihr ausreichend Helfer parat habt! Wir empfehlen auf jeden Fall vier (starke) Männer. Dann geht es eigentlich ganz gut. Bei uns waren die Helfer etwas über den Tag verstreut, da es ja auch ein Freitag war und nicht jeder mal eben Urlaub nehmen konnte. So waren wir aber auch von 8h bis etwa 18h beschäftigt (inkl. Pausen natürlich). Ein riesiges Dankeschön an dieser Stelle noch einmal an unser Helferteam. Ihr wart großartig! Deswegen haben wir dann gleich am Samstag noch ein Richtfest gefeiert. Den Richtkranz hatte ich am Donnerstag zuvor auch schnell noch selbst gemacht – ich sag ja: Es war eine wirklich krasse Woche 😉

Ausbaumaterial in der Küche

Ausbaumaterial in der Küche

Ausbaumaterial im Büro gelagert

Ausbaumaterial im Büro gelagert

Unser Richtkranz

Unser Richtkranz

Die Hausstellung

Kaum steht das Haus, habe ich schon gar keine Zeit mehr diesen Blog aktuell zu halten 😉 Aber heute nehme ich mir mal die Zeit und berichte über die vergangenen Wochen…

Vom 29.8. bis 31.08.2016 wurde unser Haus gestellt. Es war faszinierend zu sehen, wie aus dem Nichts auf einmal ein Haus entstand. Ebenso war es sehr interessant zu beobachten, wie eingespielt der Bautrupp war und wie jeder Arbeitsschritt einfach nur „saß“ – und das, ohne dass viel miteinander gesprochen wurde. Jeder wusste zu jeder Zeit, was er wann zu tun hatte. Wir hatten wirklich einen sehr guten Bautrupp, der präzise und gut gearbeitet hat.

Anfangs hatten wir uns ja ein bisschen darüber gewundert, dass offiziell drei Tage zum Aufbau angesetzt waren und nicht nur zwei, wie wir schon oft gehört hatten und wie es bei unseren Nachbarn der Fall war. Unser Bautrupp erklärte uns dann, dass es an so einigen Parametern unseres Hauses lag. Zum einen die Größe, hinzu kam aber ebenfalls der Schornstein und die Dachfenster. Volle drei Tage hat der Bautrupp aber nicht gebraucht. Mittwochs waren nur noch ein paar Kleinigkeiten zu erledigen bzw. einigen Dingen noch den letzten Schliff zu verleihen. Gegen Mittag kam dann schon unser Bauleiter zur Abnahme. Diese lief ebenfalls sehr gut. Einige wenige Kleinigkeiten wurden gefunden und im Protokoll aufgenommen. Insgesamt gesehen war hier aber ebenfalls das Fazit, dass der Bautrupp sehr gut und sehr genau gearbeitet hat. Mich hat positiv überrascht, dass keine Kratzer o.ä, an den Fenstern oder an der Tür entstanden sind – nach all den Erfahrungen aus dem massa-Forum hatte ich mich innerlich schon darauf eingestellt 😉

Hier mal noch ein paar Impressionen der drei Tage und das Endergebnis natürlich :-):

Die erste Wand

Die erste Wand

Das Erdgeschoss entsteht...

Das Erdgeschoss entsteht…

Erdgeschoss fast fertig

Erdgeschoss fast fertig

Das Erdgeschoss ist fertig!

Das Erdgeschoss ist fertig!

Fliegende Wand

Fliegende Wand

Das Dachgeschoss entsteht...

Das Dachgeschoss entsteht…

Arbeiten am Dachstuhl

Arbeiten am Dachstuhl

Der Dachstuhl entsteht

Der Dachstuhl entsteht

Dachstuhl inklusive Schornstein

Dachstuhl inklusive Schornstein

Komplettes Haus von vorne

Komplettes Haus von vorne

Komplettes Haus von hinten

Komplettes Haus von hinten