Architektengespräch

Baugenehmigung nun da!

Nur ein kleines Update heute: Wir haben nun ganz offiziell die Baugenehmigung! Einmal durchatmen, bitte! 🙂

Baugenehmigung oder Eingangsbestätigung – das ist hier die Frage!

Man hätte es für einen Aprilscherz halten können, aber leider rief niemand „April, April!“. Tatsächlich hat unser Architekturbüro einfach nur mal wieder nicht ordentlich gearbeitet. Welch Überraschung!

Die angekündigten Originale der Baugenehmigung kamen gestern per Post. Wir haben uns schon seit der Mail mit der Ankündigung der Baugenehmigung und den Scans im Anhang gewundert, wo denn das Formular für die Baubeginnsanzeige und unser Baustellenschild sind. Wir hatten schon viel darüber gelesen und wussten auch durch die Whats-App-Gruppe der Nachbarn unseres Neubaugebiets, dass diese Unterlagen eigentlich der Baugenehmigung beiliegen sollten. Nun gut, dachten wir uns, eine richtige Baugenehmigung erwarteten wir ja sowieso nicht, da wir das Ganze nur im Freistellungsverfahren nach §67 beantragt hatten. Doch trotzdem blieb so ein ungutes Gefühl, welches mich dazu trieb, unserem Sachbearbeiter bei der Stadt Euskirchen eine Mail zu schreiben und nachzufragen, woher wir nun das Formular für die Baubeginnsanzeige bekommen würden.

Heute erhielt ich per Mail die Antwort, dass dieses Formular dabei sein würde, wenn wir denn in KW14 dann auch unsere Baugenehmigung erhalten würden! Waaaasssss? Wir hatten doch schon die Mail und die Originale vom Architekten mit den Worten „anbei die Originale Ihrer Baugnehmigung“ erhalten. Verwirrung! Also rief ich unseren Sachbearbeiter an und der nette Herr B. erklärte mir, dass es sich bei den Unterlagen, die wir erhalten hatten, um die Eingangsbestätigung handeln würde – die Baugenehmigung käme noch. Interessant! Ich war echt platt. Herr B. war amüsiert, obwohl ich ihm – glaube ich – auch wirklich leid tat. Auch er fand es völlig unverständlich, wieso das Architekturbüro diese Eingangsbestätigung als Baugenehmigung ausgegeben hatte. O-Ton: „Ich habe ja schon viel mit Architekten erlebt, aber sowas auch noch nicht!“ Ich habe zwar noch nicht viel mit Architekten erlebt, aber trotzdem hatte ich sowas nicht erwartet.

Entsprechend sauer entschlossen wir uns mal eine generelle E-Mail an Herrn H., unseren Verkaufsberater, zu schreiben, um ihn darauf aufmerksam zu machen, dass er mit diesem Büro vorsichtig sein und seine Kunden vielleicht auch darauf hinweisen sollte, alles von diesen sogenannten Fachleuten in Frage zu stellen und zu überprüfen. Herr H.meldete sich kurze Zeit später telefonisch und berichtete von vielen ähnlichen Erfahrungen mit diesem Büro. Er sagte, dass er unsere Mail an die Bezirksleitung der DFH weitergeleitet hätte. Wir hatten nicht damit gerechnet, dass sich deswegen überhaupt jemand bei uns meldet, aber es dauerte wieder nur kurze Zeit und ein Mitarbeiter des Architekturbüros rief an. Ich will hier nicht das ganze Gespräch wiedergeben. Ergebnis war eine Entschuldigung und der Verweis darauf, dass es ein Kommunikationsproblem gegeben habe, da ihnen natürlich klar gewesen sei, dass es sich NICHT um die Baugenehmigung handele und sie einfach nur die Formulierung in ihren Mails und Anschreiben verändern müssten, was sie nun auch angehen würden. Gut, hilft mir jetzt auch nicht mehr viel, aber vielleicht erspart es den nächsten Kunden dann wenigstens etwas an Ärger – wer weiß… Wir warten dann mal auf unsere „richtige“ Baugenehmigung!

Unser Bodengutachten

Anfang Februar erhielten wir per Post unser Bodengutachten. Bereits im Dezember hatte mich der von massa beauftragte Geoingenieur versucht auf dem Handy zu erreichen. Als ich einen Tag später zurückrief, sagte er, dass es sich schon erledigt hätte und sie gestern schon die Bohrungen auf unserem Grundstück vorgenommen hätten. Das wunderte uns aus zwei Gründen: Erstens wussten wir, dass sich zu diesem Zeitpunkt noch riesige Erdhügel auf dem Grundstück befanden und zweitens (und das war auch das Ausschlaggebende) wussten noch nicht mal WIR, wo auf diesem Grundstück unser Haus positioniert werden würde. Das Architektengespräch stand erst in einigen Tagen an -niemals konnte der Geoingenieur wissen, wo er bohren soll… Es sei denn, er kann hellsehen 😉 Um das vorwegzunehmen: Er kann nicht hellsehen! Auf Nachfrage erklärte er, dass er unter Rückgriff auf seine Erfahrung einfach mal irgendwo gebohrt habe. Achso, ist klar… Es ist ja auch nicht enorm wichtig, dass die Bohrungen dort gemacht werden, wo unser Haus zukünftig stehen soll!!! #ironieaus

Beim Architektengespräch sprachen wir dann unsere Architektin und unseren Verkaufsberater auf dieses Problem an und siehe da – beide waren ebenso verwundert und bestätigten uns, dass auf jeden Fall da gebohrt werden müsse, wo das Haus stehen soll. Im Zweifel müsste der Geoingenieur dann also nochmal raus.

Als wir nun Anfang Februar das Bodengutachten bekamen, staunten wir nicht schlecht, dass er zwar im Januar nochmal auf dem Grundstück gewesen war, neue Bohrungen gemacht hatte, diese aber wieder nicht der Position des Hauses entsprachen. Diese hatten wir ja Mitte Dezember im Architektengespräch festgelegt, sie war dem Architekturbüro also längst bekannt, als der Bodengutachter im Januar erneut vor Ort war. Also haben wir nochmal beim Geoingenieur nachgefragt, der aber versicherte keine Ahnung von der Position gehabt zu haben. Der Fehler lag beim Architekturbüro. Unser Verkaufsberater hat sich dann erneut für uns eingesetzt und mit der DFH geklärt, dass eine neue Bohrung gemacht wird. Heute haben wir nun die Bestätigung vom Geoingenieur bekommen, dass die neue Sondierung keine anderen Ergebnisse gebracht habe als die beiden Alten. Wir können nun also beruhigt sein. Trotzdem ärgerlich – das Hin und Her hätte man sich sparen können.

Erste Entwürfe

Vor ein paar Tagen kam die lang ersehnte E-Mail mit den ersten Plänen. Wir waren total neugierig, ob es gelungen war unsere Änderungen aus dem Architektengespräch richtig zu übernehmen. Leider lag da schon beim Öffnen der Erdgeschoss-Zeichnung so einiges im Argen: Garage und Haus, die wir so weit wie möglich nördlich positionieren wollten, um einen großen Südgarten zu haben, waren auf dem ganzen Grundstück verteilt. Die Garage saß viel zu weit hinten (eine Idee, die die Architektin mehrfach angemerkt hatte, die wir aber immer wieder vehement zurückgewiesen hatten), das Haus mitten auf dem Grundstück – völlig ohne Sinn. Der zweite Blick überzeugte dann auch nicht wirklich – wo ist denn unser Schornstein hingekommen? Wir mussten uns auf die Suche begeben, denn an der Stelle, wo wir ihn im Gespräch positioniert hatten, war er nicht mehr. Bereits kurz nach dem Termin in Siegburg war mir aufgefallen, dass der Schornstein nicht an der abgesprochenen Stelle platziert werden kann, da er sonst im Obergeschoss mitten durch den Flur laufen würde. Leider war dies der Architektin im Gespräch nicht aufgefallen und das Team war dann im Anschluss scheinbar nicht in der Lage gewesen, mal kurz bei uns nachzufragen bzw. mit uns das Problem zu besprechen. Ende vom Lied war nun also, dass der Schornstein an einer Stelle platziert worden war, die für uns im Grunde nicht in Frage kam, nämlich zwischen Küche und Esszimmer. Da hätten wir aus dem Wohnzimmer heraus nicht viel vom Kamin gehabt. Zugegeben – das Problem war jetzt nicht einfach mal eben so zu klären, aber da hätten wir uns natürlich schon gewünscht, dass mit uns gemeinsam nach einer Lösung gesucht wird und wir nicht einfach mit einer Nullachtfünfzehn-Variante abgespeist werden. Wir haben uns dann hingesetzt und über Tage und Stunden nach einer passenden Alternative gesucht. Nun hoffen wir, dass das so passt, die Änderungen schnell gemacht werden und wir bald die Freigabe erteilen können. Gerne wiederholen wir hier unser Fazit vom Architektengespräch: Stellt alles in Frage. Prüft wirklich alles bis ins letzte Detail nach und sucht selbst nach geeigneten Lösungen.

Architektengespräch

Da war es nun endlich: unser Architektengespräch. Gestern trafen wir zum ersten Mal auf unsere Architektin. Zusammen mit unserem Verkaufsberater von massa setzten wir uns im Musterhaus in Siegburg zusammen, um unser Haus zu planen. An sich waren wir mit dem Grundriss des Lifestyle 9 (wie unser Haus heißt) schon ganz zufrieden, doch je mehr wir uns in Vorbereitung auf das Gespräch mit allem beschäftigten, desto mehr Änderungswünsche ergaben sich dann doch. Letztlich ließen wir das Erdgeschoss dennoch im weitesten Sinne wie im Original, machten aber im Obergeschoss einmal „tabula rasa“ ;-). Wichtig war uns, dass wir oben einen großen Raum haben, der quasi als Kellerersatz dienen soll. Und neben Schlafzimmer, Ankleide und Gästezimmer sollte es für mich auch noch ein Nähzimmer geben :-). Da wir laut Hausvertrag freie Wandplanung hatten, ging das alles auch ohne Probleme. Ein kleines Problem war die Position des Schornsteins für unseren Kamin, da man diesen möglichst nicht an einer Außenwand positioniert und zusätzlich auch möglichst nahe am Dachfirst. Aber in Absprache mit der Architektin haben wir auch dafür einen passenden Platz gefunden. An sich war es also ein ganz gutes Gespräch, was aber sicherlich darauf zurückzuführen war, dass wir zum Einen sehr gut vorbereitet waren und keinerlei „Beratung“ mehr bedürften, zum Anderen, weil wir extrem konzentriert waren und wie die Luchse aufgepasst haben, dass Nichts falsch eingetragen/eingezeichnet wurde. Und da gab es leider so einige Situationen, in denen unsere Aufmerksamkeit sehr gefragt war! Wir verbuchen es als Erfahrung, würden aber jedem raten in solch ein Architektengespräch nur gut vorbereitet zu gehen, genau zu wissen, was man möchte und auch während des Gesprächs erstmal alles in Frage zu stellen. Wir sind jetzt gespannt, wie lange es dauert bis wir die ersten Entwürfe bekommen und ob alles richtig ist.