Ausbauhaus

CAT7-Kabel

Seit ein paar Tagen sind wir mit der 5×1,5qmm-Mantelleitung für das Obergeschoss fertig, sodass wir uns der Verlegung der CAT7-Kabel widmen konnten. Das geht relativ schnell – einfach, weil es natürlich nicht ganz so viele Kabel sind wie bei der Mantelleitung. Und trotzdem ist auch hier bereits ein ordentlicher „Kabelwust“ entstanden 😉 Auf den Bildern sieht man auch die deutlich gewachsene „Kabelautobahn“ im Flur…

Die gewachsene "Kabelautobahn"

Die gewachsene „Kabelautobahn“

CAT7-Kabel

CAT7-Kabel

CAT7-Kabelwust aus der Froschperspektive

CAT7-Kabelwust aus der Froschperspektive

Durchbrüche durch die Außenwand

Vor nicht allzu langer Zeit hatten wir ja die Außenbeleuchtung geplant. In den letzten Tagen haben wir die Durchbrüche dafür durch die Außenwand gemacht. Da wir nicht genau wissen, wann unser Haus verputzt werden wird, wollten wir das Ganze jetzt endlich mal angehen. Denn auf jeden Fall ist es sinnvoll die Durchbrüche zu machen bevor das Haus verputzt ist. Die Gefahr besteht definitiv darin, dass der Putz „ausreißt“ oder unschöne Risse bekommt.

So haben wir also für jede Fassadenbeleuchtung, jede Außensteckdose, für die Klingel und für die Kameras (die wir rings ums Haus installieren wollen) ein Loch durch die Außenwand gebohrt, ein Leerrohr nach draußen geführt und das Loch um das Leerrohr wieder mit Acryl verschlossen. Da fällt einem dann wieder auf, dass wir so einiges haben, was nach draußen geführt werden muss 😉 Und irgendwie ist es schon ein merkwürdiges Gefühl durch die Außenwand zu bohren… Aber mit dem Acryl konnten wir das Ganze wieder gut verschließen.

Kabelei

Nun war es endlich soweit – wir konnten mit der Königsdisziplin unseres Hausbauprojektes starten: Zeit für das Gewerk Elektro 🙂 Bis hierher haben wir etliche Stunden über den Hausplänen gebrütet und überlegt, welche Steckdose wohin soll, wo wir welches Licht haben möchten und was wir uns von unserer Haussteuerung erwarten. Wir haben geplant. Recht professionell, wie ich finde, wenn ich das mal so sagen darf. Mit professioneller Planungssoftware. Und was soll ich sagen: Dem Mann hat es wahnsinnig viel Spaß gemacht, er hat sich da rein gefuchst – ich fand es einfach nur schwer. Ich konnte nur sehr schwer sagen, ob ich an der und der Position eine Steckdose, einen Taster, einen Temperatursensor und und und haben möchte, denn ich musste das ja alles auf Grundlage der Pläne entscheiden. Ich hatte schon mal erwähnt, dass ich mir die Dinge furchtbar schwer vorstellen kann? Mit viel intensiver Arbeit haben wir es aber geschafft: Wir hatten eine fertige Elektroplanung!

Nun ging es endlich daran, diese Planungen in die Realität umzusetzen. Klar ist jetzt schon: Wir werden einige Zeit lang nur Kabel ziehen ;-), denn die Menge an Kabeln muss auch erstmal verlegt werden…

Vor einigen Tagen legten wir den Startschuss, indem wir die ersten Löcher in die Erdgeschossdecke bohrten – Löcher für die Mantelleitung für die Steckdosen, Löcher für die Mantelleitung für das Licht, Löcher für das CAT7-Kabel, Löcher für die geplanten 16A-Leitungen, Löcher für die SAT-Verkabelung. Nachdem das erledigt war, konnten wir tatsächlich mit dem Kabel verlegen starten. Als erstes machten wir uns an die 5×1,5qmm-Mantelleitung, die wir für die normalen Steckdosen und für das Licht benötigen.

Erste Kabel

Erste Kabel

Einige Tage haben wir das nun schon gemacht, das Kabel verlegen. Ich muss sagen, das ist so eine Sache mit den Kabeln… 😉 Auf der einen Seite finde ich es großartig, dass wir das selber machen. Wir können später wirklich sagen, dass wir jedes einzelne Kabel in unserem Haus von Hand verlegt haben. Wir wissen genau (oder können zumindest in unserer Dokumentation nachschauen), wo ein jedes Kabel lang läuft. Und man muss ehrlich sagen: Dadurch, dass wir das alles selber machen, sparen wir eine wahnsinnige Summe an Geld, die ich sicher nicht bereit gewesen wäre zu zahlen, hätten wir das extern an einen Elektriker vergeben. ABER ;-): Junge, Junge ist das eine bekloppte Arbeit 🙂 Kabel von der Trommel ziehen, Kabel den Weg entlang ziehen, wo es her laufen soll, Kabel durch das gebohrte Loch nach oben schieben, Kabel oben befestigen, Kabel unten auf dem Weg festmachen, was bedeutet: Leiter hoch, Kabel festmachen (meist mit Hilfe einer Kabelklammer oder einer Kabelklemme), Leiter runter, Leiter verstellen, Leiter hoch, Kabel festmachen, Leiter runter, Leiter verstellen, Leiter hoch… jetzt könnt Ihr es auch 😉 Ich kann jetzt nicht sagen, dass es keinen Spaß macht – es ist nur wahnsinnig aufwendig (was sicherlich auch den hohen Preis rechtfertigt, wenn man es machen lässt!)!! Mein Problem an der ganzen Sache ist klar: Man arbeitet über Stunden und sieht nicht wirklich einen Fortschritt 😉 Das ist nichts für ungeduldige Gemüter 😉 Aber es wird… Und ich muss dazu sagen: Das ist wohl auch eher meine Sicht der Dinge. Der Mann macht das gerne, hat Spaß und sieht auch in den kleinsten Veränderungen den Fortschritt 😉 Und vielleicht, wenn die Zeit es zulässt, wird der Mann unsere Elektrik inkl. Haussteuerung auch nochmal mehr fachlich beleuchten – würde Euch das interessieren?

Unsere "Kabelautobahn" im Flur im EG

Unsere „Kabelautobahn“ im Flur im EG

 

 

Ein alter Bekannter – die Bitumendickbeschichtung

Und da war er wieder – der Eimer mit der Bitumendickbeschichtung. Ich wusste ja, dass wir sie auf jeden Fall noch benötigen werden, aber eigentlich hätte ich auch noch ein Weilchen Abstand gebrauchen können 😉
Es muss aber ja weitergehen und deshalb hatte auch unser Freund Bitumen seinen nächsten Auftritt: Auf den Quellmörtel, den wir ja vor einiger Zeit fertig gestellt hatten, gehört noch eine dicke Schicht Bitumen, um jeglicher Feuchtigkeit, die sich möglicherweise durch den Quellmörtel schleicht, den Garaus zu machen.
Allen Befürchtungen zum Trotz, machte die Arbeit mit dem Teufelszeug dieses Mal aber sogar Spaß und ging sehr leicht und schnell von der Hand – Erinnerungen an fröhliches Spielen im Matsch kamen direkt hoch 🙂

Und so sieht das Ganze dann aus:

Bitumendickbeschichtung auf Quellmörtel

Bitumendickbeschichtung auf Quellmörtel

Planung der Außenbeleuchtung

Oder: „Unser Haus wird das hell erleuchtetste des ganzen Neubaugebietes sein!“ 🙂

Heute haben wir uns mit der Planung der Außenbeleuchtung beschäftigt – jede Menge Fragen beschäftigten uns: Wie viele Fassadenlampen bringen wir an? Wo positioniert man diese? Macht man „nur“ Fassenbeleuchtung oder noch weitere Lampen? Holen wir dann die Flugzeuge vom Himmel? 🙂

Schwierig, ich sag es Euch! Auf der Suche nach Inspiration sind wir durch mehrere Neubaugebiete gefahren, um festzustellen, dass wir mit unserer Idee von einer Fassadenbeleuchtung rund ums Haus ziemlich alleine auf weiter Flur stehen. Erstaunlicherweise haben die meisten Einfamilienhäuser (Neubauten) ziemlich wenig Außenbeleuchtung. Meist beschränkt sich das auf eine Lampe am Hauseingang. Viel geholfen haben uns diese Exkursionen also nicht. Natürlich haben wir auch bei unseren Nachbarn geschaut – einige haben schon etwas an Fassadenbeleuchtung. Das System, was viele verwenden – jeweils eine Lampe zwischen den Fenstern/Türen – können wir aber nicht einhalten, da unsere Fenster (insbesondere an der Seite nach hinten zum Garten hin) keinesfalls symmetrisch sind.

Entschieden haben wir uns letztlich für eine – nennen wir es – individuelle Gestaltung, angepasst auf unser Haus 😉 Auf den beiden Traufseiten haben wir nun jeweils vier Lampen geplant, auf den Giebelseiten auf jeden Fall zwei als Fassadenbeleuchtung. Evtl. werden wir hier noch Lampen in/auf die Fußpfetten setzen, um den Giebel noch schöner anzustrahlen, aber da sind wir uns noch nicht sicher…

Vielleicht ein Tipp für alle, die die Außenbeleuchtung selber machen und genau so wenig Vorstellungskraft haben wie ich ;-): Ich habe auf den Plänen vom Haus fleißig Kreuzchen gemacht. An diesen Kreuzchen wollte ich gerne eine Außenbeleuchtung haben. Als das Haus stand, sah alles plötzlich anders aus/wirkte anders. Die Kreuzchen hatte ich schnell vergessen – neue Kreuzchen mussten her 😉 Kurz und gut: Auf Plänen wirkt das alles ganz anders als in Realität! Wenn Ihr die Möglichkeit habt, dann entscheidet alles zur Außenbeleuchtung/Außengestaltung des Hauses besser erst, wenn das Haus steht. Ich hätte z.B. auch niemals die Höhe der Fassadenbeleuchtung auf dem Papier planen können – ich musste das sehen und „ausprobieren“.

Ich bin gespannt, wie es aussehen wird, wenn alles fertig ist – mit den derzeitigen Planungen bin ich sehr zufrieden. Mal sehen, ob wir die Flugzeuge vom Himmel holen oder das strahlendste Haus des ganzen Neubaugebietes werden… 😉 Bilder folgen dann wenn alles fertig ist…

Abnahme der Dämmung

Gestern war der erste Abnahmetermin mit dem Bauleiter. In den letzten Tagen haben wir fleißig mit der 240er-Dämmwolle gearbeitet und die Dachschrägen und die Decke des Obergeschosses gedämmt – zumindest in dem Maße, dass der Bauleiter sieht, dass wir „verstanden“ haben, wie wir es machen müssen. Das heißt also, dass noch nicht alles fertig sein musste. Wir haben also die Dachschrägen auf der einen Seite fertig gestellt und die Decke im Hobbyraum. Im Erdgeschoss haben wir das Büro als „Vorzeigeraum“ genommen und dort auch schon die komplette Decke gedämmt. Die Abnahme verlief dann völlig reibungslos und ohne jegliche Beanstandung. Der Bauleiter war sehr zufrieden und hat gelobt, wie sorgsam und ordentlich wir gearbeitet hätten. So muss das sein… 😉 Wir können nun in Ruhe weiterdämmen. Als nächstes werden wir die Dachschrägen oben und die Decke des Obergeschosses fertig stellen. Bevor wir dann im Erdgeschoss die Decke dämmen und uns überall an die Innenwände begeben, müssen allerdings erstmal jede Menge Kabel gezogen werden, da wir vermeiden möchten, dass wir in der Erdgeschossdecke die Dämmung wieder raus nehmen müssen, um mit den Kabeln ins Obergeschoss zu kommen.

Dämmen der EG-Decke

Dämmen der EG-Decke

Ankleidezimmer - 240er-Dämmung

Ankleidezimmer – 240er-Dämmung

 

Montage der Solarpanels

Was ich ja gar nicht leiden kann, sind so Aktionen, die grundlegend eine Gefahr für jemanden bürgen – noch schlimmer, wenn es den eigenen Mann betrifft. Von daher war ich auch ganz schön nervös, als es gestern daran ging, unsere vier Solarpanels auf dem Dach zu montieren. Mit fachkundiger Unterstützung eines Bekannten wollten wir nämlich auf jeden Fall ausnutzen, dass unser Gerüst noch steht. Unglücklicherweise regnete es dann gestern morgen auch noch, sodass meine Sorge natürlich noch größer wurde. Aber das war, wie ich dann sah, überhaupt nicht notwendig. Unser Bekannter, Herr Prumenbül, mein Schwager und mein Schwiegervater hatten die Sache voll im Griff. Nach vier Stunden Arbeit erstrahlte unser Dach in neuem Anblick – mit vier Solarpanels 🙂

Zusätzlich wurde noch mit den Rolladenmotoren und dem Quellmörtel an den Innenwänden weitergemacht – es gibt Tage, da fluppt es einfach 😉 So kann es gerne weitergehen 🙂

Solarpanels auf dem Dach

Solarpanels auf dem Dach

Quellmörtel

Das, was viele direkt nach Hausstellung machen bzw. wenn sie dann mit der Sockeldämmung durch sind, sind wir nun auch endlich angegangen: der Quellmörtel. Tatsächlich kann ich von mir sagen, dass ich ein wenig Vorerfahrung in Sachen Quellmörtel mitbringe, da ich diese Arbeit schon bei Freunden, die auch ein Haus alleine ausgebaut haben, machen dürfte. Trotzdem war es dann im eigenen Haus doch noch was anderes (nicht, dass ich das bei den Freunden nicht ordentlich gemacht hätte – ich weiß, sie lesen mit ;-)), sondern der Haushersteller ist halt ein anderer und somit war es dann doch wieder ein klein wenig unterschiedlich. Nichtsdestotrotz – Quellmörtel macht mir Spaß! Ist fast schon ein wenig meditativ, finde ich 😉 Und so haben wir nun ein paar Tage (im inzwischen doch schon ganz schön kühlen Haus) verbracht und Quellmörtel unter die Wände geschoben. Mit den Außenwänden sind wir nun fertig, mit den Innenwänden angefangen.

Spaß beim Quellmörteln

Spaß beim Quellmörteln

Mit der "Deppenkelle" bei der Arbeit

Mit der „Deppenkelle“ bei der Arbeit

Quellmörtel in der Küche

Quellmörtel in der Küche

Erzählen muss ich Euch noch von der Wortschöpfung meines Schwagers. Wir hatten erzählt, dass man diese kleine Kelle auch Deppenkelle nennt. Ein paar Tage später fragte er, ob das denn gut klappen würde mit dem „Spinnerspachtel“ 🙂 Ich habe mich weggeschmissen… Aber das nur am Rande 😉

Parallel zum Quellmörtel haben wir auch angefangen die elektrischen Rolladenmotoren einzubauen – mit großer Unterstützung von meinem Schwiegervater, der sich da was fuchsiges hat einfallen lassen, damit wir die Rolladen trotzdem noch alle rauf und wieder runter kriegen, obwohl wir ja sonst noch keine Elektrik im Haus verlegt haben. Aber dazu und überhaupt zum Umbau auf die elektrischen Rolladenmotoren möchte der Mann gerne demnächst etwas schreiben.

Fertigstellung Dämmung Außenwände

Nach dem Sockeldämmungsdebakel 😉 freuten wir uns wieder richtig auf das einfache und schöne Dämmen. Heute stellten wir die Außenwanddämmung mit der 160er-Wolle fertig. Also inklusive Giebel und Treppenhaus.

Treppenhaus

Treppenhaus

Dämmung in den Giebeln

Dämmung in den Giebeln

Sockeldämmung oder „Schlimmer kann es nicht werden!“

Wir hatten es geahnt. Aber man hofft ja irgendwie doch immer das Beste. Leider war es dann doch so, wie wir so ziemlich überall gelesen hatten – oder eigentlich (zumindest gefühlt) noch schlimmer. Wovon ich rede? Ich rede von meinem persönlichen „Erzfeind“, der Sockeldämmung 😉 Aber fangen wir mal von vorne an 🙂

Bereits zwei Wochen nach der Hausstellung hatten wir samstags Unterstützung von einem von Herrn Ps Brüdern. Bewaffnet mit einem Bohrhammer, einer Schaufel und nem Handfeger hatten wir zu dritt den Bereich um unseren Sockel etwas verbreitert. Teilweise lugte die Frostschürze der Bodenplatte noch sehr weit hervor, teilweise war dort noch stark verdichteter Schotter, den man unmöglich einfach wegschüppen konnte, ohne ihn vorher zu lockern. Ein ganzer Nachmittag und viel Schweiß später waren wir mit dem Ergebnis ganz zufrieden – es sollte eigentlich genug Platz vorhanden sein, damit man recht „bequem“ die Sockeldämmung vornehmen kann.

Isover auf dem Spitzboden

verbreiterter Bereich um den Sockel

verbreiterter Bereich um den Sockel

verbreiterter Bereich um den Sockel

 

 

 

 

 

 

 

Der nächste Schritt war dann die Bitumendickbeschichtung auf den Sockel aufzutragen. Zudem wollten wir auf jeden Fall gerne noch ein Armierungsgewebe einarbeiten. Es folgte also unser Erstkontakt mit der Dickbeschichtung. Aus Erzählungen wussten wir so in etwa, was auf uns zukommen würde – eine schwarze, extrem klebrige Masse. Und so war es dann auch. Trotzdem ging dieser Arbeitsschritt noch verhältnismäßig schnell und so hatte unser Sockel nach einem Tag Arbeit, auf dem Rücken bzw. der Seite im Schotter liegend;-), eine Schicht Bitumendickbeschichtung und ein eingearbeitetes Armierungsgewebe. Dies musste nun erstmal trocknen – und wir mussten uns die Bitumenreste von der Haut schrubben. War aber gar nicht so viel, ging dementsprechend auch mit so einer Waschpaste für solche Gelegenheiten gut weg.

Noch am Tag der Lieferung des Heizungsmaterials hatten wir uns einen „heißen Draht“ oder auch Styroporschneider  für das darauffolgende Wochenende geliehen. So gingen wir also freitags frisch ans Werk, die von uns gekauften XPS-Platten zuzuschneiden. So ein heißer Draht ist schon ein feines Werkzeug. Auch wenn der, den wir hatten, zu klein für unsere XPS-Platten war und wir somit immer noch einen zusätzlichen Schneidevorgang hatten. Aber ohne dieses Teil wäre es wirklich ein riesiger Kraftakt geworden, da die XPS-Platten ja (so soll es ja auch sein) viel dichter und fester sind als normaler Styropor. Nach einigen anfänglichen Schwierigkeiten (man muss sich in sowas ja auch erst einmal hinein denken), ging es aber recht zügig vorwärts. Außerdem war das Wetter schön – wir hatten den heißen Draht draußen am Gerüst montiert, sodass wir sogar noch einen schönen Sonnenuntergang erleben konnten.

Heißer Draht im Sonnenuntergang

Heißer Draht im Sonnenuntergang

Für den Samstag war dann geplant nochmals mit dem Bohrhammer an die Stellen zu gehen, bei denen wir schon beim „Anprobieren“ der XPS-Platten (in Vorbereitung auf das Zuschneiden) gemerkt hatten, dass es noch Platzprobleme gibt und wir mit der Platte nicht gut unter das Haus kommen. Dafür hatten wir Andreas kleinen Bruder engagiert 😉 Wir wollten dann die erneute Schicht Bitumen auftragen und die XPS-Platte ansetzen und festkleben.
Leute, ich sag es Euch, war das eine Sch…arbeit!!! Zu wenig Platz, alles sehr beengt, man sieht nicht wirklich viel, weil sich ja alles eigentlich irgendwie unter dem Haus abspielt, das matschige/klebrige Bitumen, zudem war es warm…. Ich könnte jetzt noch so weiter machen, aber kurzum: Wir waren uns sehr schnell einig, dass wir uns nicht vorstellen können, dass es noch schlimmere Arbeiten geben kann. Es ging extrem schleppend vorwärts, da im Grunde nochmal jede Platte explizit auf die Verhältnisse am Sockel angepasst werden musste, damit sie wirklich perfekt saß und auch ihren Zweck erfüllte. 42 Meter zogen sich somit ewig hin… Es wurde Samstag Abend und wir stellten fest, dass wir noch nicht einmal ganz die Hälfte der Strecke geschafft hatten und dass unser Bitumeneimer sich immer mehr dem Ende näherte. Furchtbar gefrustet und furchtbar dreckig 😉 machten wir Schluss und fuhren noch kurz in einen Baumarkt, um einen neuen Eimer dieses Teufelszeugs zu kaufen. Dort wurde ich von einem Mitarbeiter direkt auf meine schwarzen Arme angesprochen, die er zunächst für Tattoos hielt 😉 erst als ich ihm sagte, dass ich Nachschub von genau diesem Zeug bräuchte, verstand er, dass es sich nur um Bitumen handelte. Leider hatten sie keine Eimer mehr und so verabschiedeten wir uns, nachdem er noch drei Mal viel Spaß beim Schrubben wünschte 🙂 Klar war jedenfalls, dass wir nun am Sonntag in „Trockenübungen“ weiter machen mussten, weil wir die Platten auf jeden Fall schon exakt zuschneiden mussten, da wir den heißen Draht am Sonntag Abend noch wieder abgeben mussten. Dann also einpassen, ohne anschließend mit Bitumen zu schmieren….

Bitumen-Tattoo

Bitumen-Tattoo

Hier sieht man übrigens noch die „harmloseren“ Stellen. Fragt mich nicht, warum ich nichts Langärmeliges an hatte – so wirklich kann ich das rückblickend auch nicht sagen… Es war warm und ich war genervt – vielleicht lag es daran 😉

Den Sonntag verbrachten wir dann noch fluchend beim Zuschnitt – oder sagen wir besser: ICH habe geflucht wie nix – der Mann war (Gott sei Dank) die Ruhe selbst und hat getreu seinem Motto „Einfach machen“ einfach gemacht 😉

Gestern und heute konnten wir die Sockeldämmung dann komplett fertig stellen (die letzten Tage standen einfach zu viele andere Sachen an und vermutlich brauchten wir auch einfach mal eine Pause ;-)). Nun sind wir froh und glücklich, dass wir es geschafft haben. Aber ich ziehe ja ganz gerne ein Fazit – das möchte ich hier auch tun:
1) Wir haben im Internet so viele Berichte über die Sockeldämmung gelesen, bei den meisten hieß es, dass das in einem, maximal zwei Tagen gegessen gewesen sei. Ich möchte niemanden angreifen (und wenn man viele Helfer hat, funktioniert das vielleicht auch), aber zu zweit, wenn man es wirklich ordentlich auf das Haus anpassen möchte – never ever! Das kann ich mir nicht vorstellen! Also vielleicht lieber mehrere Tage oder viele Helfer einplanen, dann ist man möglicherweise nicht so schnell gefrustet.
2) Auf jeden Fall langärmelige Arbeitskleidung tragen!!! Und auch solche Kleidung, die man ggf. später einfach wegwerfen kann. Denn selbst nach mehrmaligem Waschen befinden sich auf einem Oberteil von mir noch immer so kleine Bitumenkügelchen, die man jetzt Stück für Stück abpiddeln müsste. Und auf keinen Fall mit „normalen“ Klamotten waschen – die Kügelchen übertragen sich auch 😉
3) Auf jeden Fall einen heißen Draht besorgen/leihen – totale Arbeitserleichterung!!!
4) Ruhe bewahren 😉

Ich mache demnächst auch nochmal Fotos von der Sockeldämmung und ergänze die hier einfach… Ihr wisst schon: Frust und Überforderung = keine Fotos 😉