Zwischenfazit

„The road so far“ – unser Zwischenfazit

Da nun ja morgen die Hausstellung vor der Tür steht und damit für uns ein wirklich entscheidendes Zwischenziel ansteht, dachten wir uns, dass es mal Zeit für ein kleines Fazit ist. Wie war also bislang die Zeit der Vorbereitungen auf das Haus? Welche Erfahrungen konnten wir machen? Welche Dinge würden wir nun anders machen?

Grundsätzlich ist erstmal festzuhalten, dass es schon echt anstrengend war – das sieht aber sicher jeder auch anders. Schon bei uns beiden gehen die Ansichten dazu eher auseinander. Während ich an dem ein oder anderen Zeitpunkt kurz vorm Durchdrehen war, empfand Herr Prumenbül diese ganze Vorbereitungsphase als gar nicht so nervenaufreibend 😉 Das ist wahrscheinlich wirklich Typsache. Natürlich rede ich hier nicht von körperlicher Anstrengung – die wird jetzt in Kürze auf uns zukommen 😉 Das, was ich meine, ist eher dieser ganze organisatorische Aufwand. Sich in Dinge hinein denken, von denen man vorher nie etwas gehört hat, etliche Telefonate führen, Sorge haben, dass etwas nicht funktioniert, abhängig von der Arbeit oder Zuverlässigkeit von anderen sein usw. Ich hätte mir das ein oder andere Mal sehr gewünscht, mich nun nicht kümmern zu müssen, sondern den Luxus zu haben, dass sich mit diesem Problem jetzt jemand anderes befassen muss. Zu lösen wäre dieses Problem sicher mit einem externen Bauleiter, aber das ist auf jeden Fall eine Kostenfrage. Wer aber vielleicht ein eher schwaches Nervenkostüm hat oder einen extrem Zeit intensiven, stressigen Job, der sollte ernsthaft darüber nachdenken, dieses Geld vielleicht in seine Ruhe und Gelassenheit und in seine Nerven zu investieren 😉

Auf der anderen Seite muss man natürlich auch sagen, dass man schon einiges an Geld sparen kann, wenn man sich selbst um die Dinge kümmert und eben keine Pauschalangebote annimmt. Das ist kein großes Geheimnis, das ist mir klar 😉 und war uns ja auch schon vorher bewusst, weshalb wir ja auch so bauen, wie wir bauen. Aber mir ist das in diesen fast schon eineinhalb Jahren wirklich so oft aufgefallen. Gerade zuletzt noch in Sachen Beseitigung des nicht unerheblich großen Erdhaufens von unserem Grundstück. Anstatt uns jemanden zu suchen, der das Ganze für uns in die Hand nimmt, haben wir uns eben selbst gekümmert. Wir konnten über myhammer einen guten Tiefbauer/Baggerfahrer finden, sind über unsere Nachbarn an ein Transportunternehmen gekommen, haben selber einen passenden Bagger gemietet und den Kontakt zur Kiesgrube hergestellt, wo die Erde abgeladen werden konnte. Natürlich waren das viele Telefonate und Emails zur Abstimmung, aber letztlich konnten wir etwa 1000 Euro zu einem Pauschalangebot, welches wir erhalten haben, sparen – und bei dem, was ich im Vorfeld zum Thema Kosten der Erdabfuhr gelesen hatte, sicherlich noch einige Tausend Euro mehr.

Ein weiterer Tipp, der in eine ähnliche Richtung geht (Geld sparen interessiert ja jeden Häuslebauer, oder? ;-)): Nicht immer ist mieten die günstigste Variante! Wir haben die Erfahrung bei unserer Hausanschlusssäule machen können, bei der wir fast jetzt schon mit Mieten teurer gewesen wären. Dies gilt sicherlich auch für den Baustromverteiler (wir haben unseren ja netterweise von guten Freunden bekommen). Oder aber bei Werkzeugen oder Geräten – natürlich kann man diese auch mieten, aber über einen längeren Zeitraum ist es vielleicht dann doch günstiger die Dinge zu kaufen und ggf. später wieder zu verkaufen.

Wir können ein Lied davon singen, wie wichtig ein Bodengutachten und ein Tiefbauer, der das Bodengutachten sehr aufmerksam liest, sind. Sorgt wirklich dafür, dass ein Gutachten gemacht wird – und zwar auch an den Stellen, an denen später Euer Haus steht. Dies mussten wir ja auch erstmal einfordern, weil es nicht von Anfang an so gemacht wurde. Ich könnte mir vorstellen, dass das häufig bei massa so ist, dass schon einmal der Bodengutachter zur Baustelle geschickt wird, obwohl man vielleicht noch gar keinen Termin mit dem Architekten hatte und dementsprechend nicht schriftlich fixiert ist, wo das Haus steht. Leider hatten wir ja dann trotz Bodengutachten Ärger mit unserem Boden. Dieses gesamte Tiefbauproblem, welches wir hatten, hat mir nochmal vor Augen geführt, wie enorm wichtig dieses Thema „Unterbau der Bodenplatte“ ist und wie wichtig es ist, dort tatsächlich einen Fachmann am Werk zu haben. Das wäre also die denkbar ungünstigste Stelle, um Geld zu sparen – auch wenn so manches Angebot von entsprechenden „Fachleuten“ vielleicht noch so verlockend erscheint.

Was habe ich noch gelernt? Bei allem mitzudenken, alles zu hinterfragen, direkt nachzuhaken, „Augen zu und durch“ und „am Ende wird alles gut“ 😉 und in meinem Falle: Geduld!!! 🙂

Was gehört noch zu einem Fazit? Die Frage danach, ob man alles nochmal genau so machen würde 😉 Dazu finde ich es aber noch zu früh. Lasst uns dieses Haus mal ein paar Monate ausbauen und dann werden wir sehen. Es war an Vorbereitungen schon mehr als ich dachte, da bin ich ehrlich – das hatte ich definitiv unterschätzt. Aber ich hoffe einfach darauf, dass uns dieses Haus, was morgen da stehen wird (an dieser Stelle nochmal ein schnelles W A H N S I N N ;-)), für alles bisher entschädigen wird. Und momentan kann ich es tatsächlich gar nicht mehr erwarten, dort jeden Tag zu arbeiten und freue mich einfach wie Bolle 🙂 Bestimmt wieder sehr naiv und blauäugig, aber das erfahrt Ihr dann in unserem nächsten Fazit 😉