Bemusterung

Unsere Bemusterung

Eingang Bemusterungszentrum

Der Eingang zum Bemusterungszentrum

Mit dem positiven Eindruck über das Baustellengespräch, aber trotzdem mit einem komischen Gefühl in der Magengegend sind wir am Donnerstag dann nach Hückelhoven zu Mobau Wirtz zur Bemusterung gefahren. Um genauer zu sein: Das mulmige Gefühl im Bauch hatte eigentlich eher ich. Man liest ja so einiges über die Bemusterung. Viele machen sehr negative Erfahrungen und kommen sich vor als würden sie über den Tisch gezogen werden. Intransparenz ist eigentlich der größte Kritikpunkt bei der Bemusterung, da man – so hieß es – keine Einzelpreise erfährt und nachher nur mit einer Gesamtsumme konfrontiert wird, bei der man nicht nachvollziehen kann, wie sie zustande kommt. Ein weiterer Kritikpunkt ist immer wieder der hohe Preis der einzelnen Materialien.

Welche Erfahrungen haben wir nun bei diesem Termin gemacht? Vorne weg: Insgesamt sehr positive. Wir wurden sehr freundlich von unserem Kundenbetreuer Herrn R. begrüßt und zunächst wurde uns erklärt, wie die Bemusterung ablaufen wird. Typischerweise beginnt der Termin mit dem technischen Teil/Pflichtteil. Hier bemustert man die Dinge, die bereits im Preis enthalten sind. Bei uns waren das die Haustür, die Farbe der Dachpfannen, die Farbe des Dachüberstands und die Treppe. Überall gibt es eine gewisse Auswahl im Standard und Möglichkeiten außerhalb dieses, was dann natürlich Aufpreis kostet. Für uns kann ich sagen, dass die Auswahl im Standard absolut ausreichend war.

Buchetreppe

Unsere Buchetreppe

Die Buchetreppe hatte uns sowieso von Anfang an gefallen, vor Ort haben wir uns dann nur noch für die Metallstäbe im Geländer entschieden. In Sachen Dachpfannenfarbe waren wir schon von unserem Bebauungsplan aus ein wenig eingeschränkt. Außerdem war für uns klar, dass wir den dunkelsten Grauton, evtl. sogar Schwarz haben wollten. Schlussendlich entschieden haben wir uns dann für „Granit“, den dunkelsten Grauton.

Haustür

Unsere Haustür

Und unter den acht Standardhaustüren haben wir so einige gefunden, die uns gefallen haben. Auch hier war für uns vorher schon klar, dass wir auf jeden Fall eine weiße Tür möchten. Somit mussten wir uns nur noch für das Design entscheiden – eine der Entscheidungen, für die wir am längsten gebraucht haben. Aus dem Pflichtteil sind wir also ohne zusätzliche Kosten heraus.

Finkenberger Longlife

Finkenberger Longlife „Granit“

Bevor wir dann zu dem sogenannten „emotionalen Teil“ übergegangen sind, besprach Herr R. mit uns das weitere Vorgehen und fragte nach unserer Strategie hinsichtlich des 1000 Euro-Gutscheins, der von massa bei uns dabei war. Die Frage ist eben, ob man nur diesen Gutschein nutzen möchte und seine sonstigen Materialien aber selber besorgt oder ob man sein Haus weitestgehend durch Mobau Wirtz ausstatten möchte. Letzteres hat sicherlich den Vorteil, dass man ein „Rundum-Sorglos-Paket“ erhält, weil alles komplett und passend geliefert wird. Zum Beispiel bekommt man eben nicht nur die Fliesen, die man sich ausgesucht hat, sondern auch den Fliesenkleber, Fugenmasse usw. in passender Menge. Für uns war aber klar, dass wir nur den 1000 Euro-Gutschein nutzen möchten und den ganzen Rest selbst besorgen werden. Durch diverse Baumarktbesuche im Vorfeld hatten wir uns bereits einen guten Überblick über die anstehenden Kosten verschafft und diese gut durchkalkuliert. Herr R. hat an keiner Stelle versucht uns davon abzubringen und uns was anderes aufzuquatschen – im Gegenteil: Von sich aus nannte er uns direkt Dinge, die für diesen Gutschein zu haben sind und führte uns dann explizit zu diesen. Theoretisch wäre es z.B. möglich gewesen die Innentüren zu bemustern – hier allerdings für die 1000 Euro nur in der günstigsten Kategorie, die uns aber nicht gefielen. Außerdem hatten wir im Internet bereits qualitativ hochwertige Türen zu einem guten Preis gefunden. Eine weitere Möglichkeit ist der Kauf von Fensterbänken oder aber ein Element für eine bodengleiche Dusche. Wir schauten uns zudem noch das Laminat an, weil wir überlegt hatten evtl. Laminat für das Obergeschoss zu kaufen – natürlich hätte dies mehr als 1000 Euro gekostet, aber ggf. wäre es ja letztlich trotzdem günstiger mit Abzug des Gutscheins. Doch als Herr R. uns dann den Quadratmeterpreis (natürlich inklusive aller Materialien) benannte, war uns schnell klar, dass dies für uns nicht in Frage kam. Aber immerhin – wir fragten nach dem Preis und bekamen auch einen genannt. Doch nicht ganz so intransparent.

Fensterbank: helopal Woodline

Fensterbank: helopal Woodline

Schlussendlich entschieden wir uns dann für sechs Fensterbänke und ein Element für die bodengleiche Dusche. Mit beidem, also Fensterbänken und Duschelement, kamen wir genau auf 1000 Euro. Und da war sie dann, die Intransparenz. Wir können tatsächlich nicht sagen, was die Einzelpreise sind. Mit Sicherheit waren die Fensterbänke im Vergleich zu welchen aus dem Fachhandel oder Baumarkt sehr teuer, gleiches gilt wahrscheinlich für das Duschelement. Auch hatte ich das Gefühl, dass Mobau Wirtz Spielraum in den Preisen hat und sich diese Möglichkeit gerne lassen möchte – das Duschelement war dann „rein zufällig“ gerade noch die Differenz zwischen den Fensterbänken und den 1000 Euro 😉 Dafür haben wir nun aber (aus unserer Sicht) sehr schöne Fensterbänke, die qualitativ schon etwas hochwertiger sind und beim Hersteller auch noch nicht wirklich lange im Sortiment – also top modern! 😉

Wir hatten auch nachgefragt, ob wir vielleicht das Gäste-Bad mit Sanitärobjekten (sprich Dusche, WC und Waschbecken inkl. Armaturen) ausstatten könnten. Im Vorfeld hatten wir deshalb explizit nach Preisen für diese Dinge geschaut und waren (mit Markenherstellern!) irgendwo im Bereich von 700 Euro gelandet. Als wir fragten, ob das nicht eine Idee für unseren Gutschein sei, winkte Herr R. direkt ab und sagte, dass wir damit weit (!) über den 1000 Euro liegen würden. Das also nur mal als Beispiel dafür, dass der Wert des Gutscheins außerhalb von Mobau Wirtz nicht wirklich 1000 Euro entspricht. Dies muss einem schon bewusst sein und wir würden raten, den Gutschein als „netten Bonus“ zu sehen und nicht real damit zu kalkulieren. Wer das dennoch machen möchte, sollte sich darauf einstellen, dass es sehr umständlich wird genaue Preise zu erfahren – im Grunde nur möglich, indem man einzelne Teile aussucht und nach der Differenz zu den 1000 Euro fragt. Sicherlich ein mühseliges Unterfangen. Für uns war das einfach nicht so wahnsinnig wichtig, weshalb wir uns darum auch nicht bemüht haben.

Insgesamt kann ich aber sagen, dass auch dieser Termin sehr positiv war. Wir sind freundlich und gut beraten worden. Wie es nun gewesen wäre, wenn wir unser komplettes Haus dort bemustert hätten, kann ich nicht einschätzen. Aber diese Wahl hat ja jeder. Ich bin froh, dass wir uns dafür entschieden haben, den gesamten Rest selbst zu besorgen, weil ich denke, dass man sehr viel Geld sparen kann. Andererseits haben wir damit natürlich auch mehr Aufwand. Wer also den Luxus haben möchte alles in passender Menge bis vor die Tür geliefert zu bekommen, der muss wohl in Kauf nehmen keine Einzelpreise zu erfahren. Gott sei Dank ist diese Entscheidung ja aber jedem freigestellt.

 

Wir haben einen Bemusterungstermin!

Tatsächlich kam heute der lang ersehnte Anruf von Mobau Wirtz mit der Einladung zur Bemusterung. Am 12. Mai machen wir uns auf den Weg nach Hückelhoven und werden uns dort mal anschauen, was für Möglichkeiten zur Gestaltung unseres Hauses wir haben. Kaufen möchten wir dort nichts. Dennoch wird es bestimmt interessant und wir freuen uns darauf. Und natürlich werden wir detailliert berichten, wie es bei uns ablief, da man ja die dollsten Dinge von diesem Bemusterungstag hört. Also seid so gespannt wie wir 😉