Vorbereitungen

Bodenplatte herrichten

Nachdem die Bodenplatte also fertig war, hatten wir am Montag darauf die Abnahme durch den Bauleiter (bei uns durch dessen Vertreter, da Urlaubszeit). Alles war im grünen Bereich – die Maße stimmten und auch sonst war alles okay. Da hatte uns unser guter Eindruck des Bodenplattenteams also nicht getäuscht – die beiden haben wirklich top gearbeitet. Die Einschalung sollte einige Tage später noch von ihnen abgenommen werden.

Bagger in action - Der Erdaushub kommt weg!

Bagger in action – Der Erdaushub kommt weg!

Der nächste Punkt auf unserer To-Do-Liste war, den Erdaushub endlich los zu werden. Ich sehnte mich danach, dass man mal wieder sieht, wo unser Grundstück eigentlich endet 😉 und der Hausbautrupp braucht ja um das Haus auch etwas Platz – mindestens für das Gerüst, gerne auch mehr. Also sind wir das „Erdaushub-Problem“ angegangen und konnten über myhammer einen Baggerfahrer finden, haben einen Bagger gemietet und LKWs, die die Erde dann zur Kiesgrube bringen und dort entladen. Wieder einmal war das schon ganz schön viel Arbeit das alles zu koordinieren, aber letztlich hat alles prima geklappt und wir waren die riesigen Erdhügel endlich los. Das war dann natürlich erstmal wieder ein ungewohnter Anblick – aber ein sehr schöner 🙂 Endlich Platz 🙂

Freie Bodenplatte

Freie Bodenplatte

Zwei Dinge fehlten nun noch: Die Einschalung der Bodenplatte musste weg und wir mussten die Platte mit Bitumen Voranstrich bepinseln, damit später die Sockeldämmung besser haftet/hält. Problem an der ganzen Sache: Das Wetter hatte sich seit letztem Montag mal kurz für Hochsommer entschieden. Nicht wirklich günstig, wenn man am Nachmittag an der Bodenplatte arbeiten muss – zumal der Voranstrich auch nur bis zu einer Oberflächentemperatur von 25 Grad verarbeitet werden soll. Dienstag sind wir also hingefahren und haben in der prallsten Sonne schon mal die Bodenplatte gefegt. Da die Einschalung noch nicht abgemacht worden war, sind wir kurzerhand selbst tätig geworden, da wir uns nicht sicher waren, ob wir evtl. schon einen Tag später mit dem Voranstrich beginnen würden. Freitag gegen Abend haben wir uns dann an den Voranstrich gewagt, was auch wirklich gut geklappt hat und erstaunlich schnell ging. Jetzt trägt unsere Bodenplatte also Frack 😉 Und der Bodenplattentrupp war wohl auch froh, dass wir die schweißtreibende Arbeit der Entfernung der Einschalung für sie schon übernommen hatten – als wir Freitag zur Baustelle kamen, leuchtete ein dickes Danke auf unserer Platte 😉

Bodenplatte mit Bitumen-Voranstrich

Bodenplatte mit Frack 😉

Ebenfalls mussten wir uns noch um die Straßensperrung kümmern – ein sehr leidiges Thema bei der Firma massa. Offiziell bräuchten wir bei uns im Neubaugebiet nämlich eigentlich gar keine Straßensperrung, da es sich noch um eine Privatstraße handelt. Die Stadt Euskirchen ist somit nicht zuständig. Da man aber gar nicht versuchen muss bei massa ohne Straßensperrung durchzukommen, haben wir uns von der Stadt bescheinigen lassen, dass eine offizielle Straßensperrung nicht möglich ist und uns dann selber um Schilder gekümmert. Fündig geworden sind wir bei einem Schilderverleih, die uns

die benötigten Schilder/Sperrungen gegen einen Beitrag für die Kaffeekasse nun geliehen haben. Diese haben wir dann am Freitag ebenfalls schon aufgestellt, damit alle Bescheid wissen.

Und jetzt? Ja, jetzt warten wir auf morgen und darauf, dass wir vermutlich morgen Abend schon ein richtiges Haus auf unserem Grundstück stehen haben – ich fasse es noch immer nicht und bin schon richtig richtig aufgeregt 🙂

„Und jetzt stehst Du in unserer Küche…“

Abstecken mit Vermesserutensilien

Abstecken mit Vermesserausrüstung

Wenn hoffentlich in ein paar Wochen die Baugenehmigung vorliegt, geht es mit großen Schritten in Richtung Bodenplatte. Davor stehen natürlich die Erdarbeiten. Die notwendige Grobabsteckung für diese Arbeiten möchten wir gerne selbst machen. Dazu müssen wir wissen, wo genau eigentlich unser Haus auf dem Grundstück liegt. Da wir zwar nicht alle Grenzsteine physikalisch auf dem Grundstück liegen haben, man die entsprechenden GPS-Koordinaten der Grenzsteine aber beim Katasteramt bekommt, konnten wir mit Hilfe eines GPS-Geräts die entsprechenden Koordinaten auf unserem Grundstück mit Hölzern markieren. Gut, dass meine Schule auch Vermesser und Geomatiker ausbildet und ich sogar mal in diesem Bereich unterrichtet habe (zwar nur Deutsch und Gestaltung, aber immerhin habe ich noch guten Kontakt zu dem Kollegen, der dort die Fachkunde unterrichtet). So war es kein Problem ein professionelles GPS-Gerät und eine kleine Vermesserausrüstung auszuleihen. Mit diesen Utensilien bewaffnet, war es (nachdem wir verstanden hatten, wie man mit dem GPS-Gerät umgehen muss ;-)) gar nicht so schwer die Grenzkoordinaten zu markieren und von dort aus die Eckpunkte unseres Hauses auf dem Grundstück abzustecken. Diese Punkte können wir dann demnächst dazu nutzen, um die Grobabsteckung für den Tiefbauer zu machen.

Auf jeden Fall war es ein total tolles Gefühl das Haus mal auf unserem Grundstück „zu sehen“. Wir konnten sehen, wie groß unser Garten also wirklich wird und „standen“ in unserer Küche 😉 Das ist echt mal ein ganz anderes Gefühl als alles immer nur auf dem Papier zu sehen! Mal ganz abgesehen davon, dass es einfach gut tut etwas zu tun/aktiv an etwas zu arbeiten und nicht immer nur zu warten… Ach, was freue ich mich auf die Zeit, wenn wir jeden Tag im Haus werkeln werden 🙂